Freitag, 14. April 2017

Ostern mit Kleinkindern feiern

Gestern war es soweit: der letzte Arbeitstag vor Ostern und somit haben wir mit den Kindern in der Krippe auch Ostern gefeiert. Ich bin bei uns in der Gruppe für die biblischen Geschichten zuständig, und ich wollte die Gedanken, die ich mir gemacht habe, mit euch teilen, bzw. auch für mich festhalten :)

Ich habe ein bisschen Pinterest durchwühlt, ein bisschen die Kinderbibeln, die ich habe, durchgestöbert, alles rausgeschrieben, was mir gefiel und dann einen konkreten Plan für unsere Kinder gemacht.

Wenn ich den Kindern in meiner Gruppe, die alle unter 3 Jahren alt sind, von Ostern erzähle, dann möchte ich einen Fokus setzen: JESUS LIEBT MICH!
Die Aufmerksamkeitsspanne in diesem Alter ist noch nicht sehr lang und es ist aus meiner Sicht noch nicht dran schon konkret über das Sterben Jesu am Kreuz zu sprechen.

Es war gar nicht so einfach, etwas zu finden, das meinen Kriterien entsprach: es soll um Jesus gehen und nicht nur um Eier und Hasen, es soll kleinkindgerecht sein und auch mit mehreren Kindern in einer Einrichtung umsetzbar.

Ich habe mich dann für einen "Karwochenkalender" entschieden, mit acht Feldern von Palmsonntag bis Ostersonntag. Die Verwendung ist ähnlich wie bei einer Adventsspirale. Jeden Tag rückt in unserem Fall die Legofigur Arzt im weißen Kittel Jesus (nicht auf dem Bild) ein Feld weiter vor. Wir sprechen darüber, was wir sehen, was da auf Jesus zukommt, warum es dunkel wird und wieder hell.


Außerdem hätte ich gerne noch mit den Kindern eine Osterkerze gestaltet, aber das hat aus mehreren Gründen nicht geklappt. Ein Osterstrauß ist eine weitere schöne Idee. 
Ich merke, dass viele Traditionen wunderbaren Ursprung haben und man mit den Kindern schon früh über die Bedeutung sprechen kann. Wenn man einen Osterstrauß allerdings nur hinstellt, weil man es so macht und es vielleicht hübsch aussieht, dann ist es eigentlich sinnlos, außer dass es Dekozwecken dient und das Schmücken eine tolle Aktivität für die Kinder ist. 
Ich fange jetzt erst an, Traditionen zu lieben, weil ich merke, dass sie Ursprung, Symbolik und Zweck haben. Bis jetzt erschienen sie mir immer zu starr und nicht sinnvoll, aber je älter ich werde, desto mehr denke ich um.

Gestern haben wir dann noch darüber gesprochen, warum es überhaupt Süßigkeiten gibt. Na klar, weil wir Jesus feiern und zu einem Fest gehört leckeres Essen und Freude! Wir feiern, dass Jesus uns liebt und stärker ist als alles, was uns Angst macht oder was uns traurig macht. Jesus ist so stark, dass er alles besiegen kann.

Das war meine Botschaft, ich bete, dass sie bei den Kindern ins Herz sinkt. 
Natürlich haben wir danach auch noch Osternestchen gesucht. Die Verknüpfung mit dem Osterhasen ist nicht so leicht für mich. In der Krippe muss ich mich fügen aber ich denke nicht, dass es für meine Kinder einen Osterhasen gibt. Wie ist das bei euch in der Familie? Erzählt doch mal ein bisschen von euren Traditionen :)

Ganz wundervolle Ideen habe ich hier entdeckt, leider zu spät für dieses Jahr:
Aber Ostern kommt bestimmt mal wieder. ;)

Ich wünsche euch gesegnete Ostertage! Der Herr ist auferstanden! Halleluja :)

Love,
Anni

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