Dienstag, 31. Januar 2017

Erinnerungen bewahren

Wenn ich zu sehr darüber nachdenke, wie unbegreiflich das Konzept Zeit für mich ist, könnte ich durchdrehen. Die Vergangenheit ist einfach vorbei und ich kann diese Zeit nicht mehr wiederholen. Und jetzt ist auch schon der 1. Monat des neuen Jahres vorbei!

Ich startete ins Jahr 2017 mit dem großen Wunsch, die Zeit festzuhalten. Natürlich geht das nicht. Aber ich kann mir Erinnerungen bewahren.
Ich durchstöbere unendlich gerne meine alten Tagebücher und auch wenn ich nicht so viele fülle wie meine Freundin Andrea sind sie mir eine schöne Erinnerung.
Und dieses Jahr habe ich zwei weitere Ideen, wie ich mir Erinnerungen festhalten möchte.

Zum einen habe ich endlich mal bei odernichtoderdoch bestellt und zwar das Buch "Glasmomente". Nachdem ich 2016 die echten "Glasmomente" ausprobiert habe und mein Marmeladenglas nicht einmal 10 Zettel beinhaltete, auf denen ich schöne Momente des vergangenen Jahres festhalten wollte, schien mir das Buch die bessere Lösung. Dieses wunderschöne zartrosa Buch ist ein Kalender-Tagebuch für 3 Jahre.
Jedes Jahr füllt man eine Zeile auf einer Seite aus, am 1.1. beispielsweise ganz klischeemäßig "Meine Jahresvorsätze", aber nicht immer sind die Anforderungen besonders tiefgründig. Am 18. März kann man ankreuzen:
Hand aufs Herz: Ist heute wirklich der 18. März?:
 o Na klar. oder: o Nein, ich hänge mit den Fragen hinterher...
"So sieht aktuell ein klassischer Tagtraum bei mir aus" wird am 30. Juli beantwortet und so weiter. Das Buch macht mir bis jetzt viel Freude und über die Bestellung bei odernichtoderdoch war ich so glücklich. Es sind noch ein paar andere schöne Dinge in den Warenkorb gewandert und so haben wir sogar ein Geschenk dazu erhalten, einen lustigen Wäschesack. :)

Mein zweiter Helfer, um Erinnerungen festzuhalten, ist eine App. Und zwar die App "1 Second Everyday". Hier dreht man eine kurze Filmsequenz, eine Sekunde um genau zu sein, und das täglich oder einfach dann, wenn man dran denkt *lach* Aus den einzelnen Fragmenten kann man dann einen Film zusammenstellen. Mal sehen, vielleicht zeige ich euch am Ende des Jahres meinen "Film" ;) Leider vergesse ich regelmäßig ein Video zu machen. Aber ich hoffe, das spielt sich noch ein bisschen ein :)

Das schöne: beides kann man natürlich auch unter dem Jahr beginnen, nicht nur am Anfang des Jahres. :)

Erinnerungen sind so wertvoll und schön. Wo schafft ihr euch im Alltag Platz für Erinnerungen?
love,
Anni


Sonntag, 29. Januar 2017

Listensonntag: Feste Feiern

Als Ergänzung zu meinen Gedanken gestern gibt es mal wieder einen Listensonntag! :)
Ich habe mir mal Gedanken gemacht, welche Feste es gibt und was man bzw. WIR feiern können. Sicherlich werden wir nicht jedesmal eine Riesen Party schmeißen *lach*
Es geht mir aber darum, ein Bewusstsein für das Kirchenjahr und die Jahreszeiten zu entwickeln, das Leben zu feiern, täglich.
Vielleicht inspiriert euch ja der eine oder andere Punkt zu einem kleinen Festchen :)

  • Neujahr
  • Epiphanias, Dreikönig
  • Valentinstag
  • unser Jahrestag
  • die Fastenzeit
  • Frühlingsanfang
  • Ostern
  • Tobias Geburtstag
  • Pfingsten
  • Sommeranfang
  • Hochzeitstag
  • Erntedank
  • Herbstanfang
  • Muskathlonparty
  • St. Martin
  • Advent
  • mein Geburtstag
  • Nikolaus
  • Winteranfang
  • Weihnachten
  • Silvester
#FesteFeiern! Haha! ;)

Was feiert ihr dieses Jahr?

Love, Anni

Samstag, 28. Januar 2017

die Feste feiern, wie sie fallen

Dieses Jahr wird gefeiert!
Ich liebe Feste. Große Feiern, für die man lange plant, wie unsere Hochzeit oder kleinere Parties zum Geburtstag.
Das ist eigentlich nichts, was ich aus meiner Kindheit kenne und auch nichts, was ich vermisst hätte. Als Kinder haben wir nie ausschweifende Geburtstagsfeiern geschmissen, da sowohl meine Schwester (in den Sommerferien) als auch ich (im Advent) zu Zeitpunkten Geburtstag haben, wo niemand Zeit hat ;) Und trotzdem habe ich jetzt sehr gerne Menschen um mich, mache ihnen einen angenehmen Tag und verwöhne sie gerne. Und das ist für mich ein wesentlicher Bestandteil eines Festes. Gute Gemeinschaft, Gut-Gehen-Lassen, gutes Essen natürlich, gute Gespräche, ...
In den letzten Jahren haben wir uns allerdings sehr von der Größe unserer Wohnung einschränken lassen. Schade eigentlich. Denn Platz ist in der kleinsten Hütte. Noch so etwas, das wir in Uganda gelernt haben :)

Und was es alles zu feiern gibt, mal abgesehen vom Geburtstag, das lerne ich gerade in der Kita. Ich bin ganz aus dem Häuschen darüber, wie das Kirchenjahr zelebriert werden kann und was es auch darüber hinaus alles noch zu feiern gibt. Im Oktober habe ich in der Kita angefangen und Erntedank knapp verpasst, doch dann kam ja gleich St. Martin und dann natürlich der Advent und Weihnachten (bester Advent meines Lebens!! Täglich Adventskranz anzünden und Singen!!). An Dreikönig hatten wir noch Ferien, drum haben Tobi und ich mit einem Dreikönigskuchen zu zweit daheim ein bisschen Traditionen gepflegt. Und ich habe gelernt: auch den Winter kann man feiern... Anlass zu feiern gibt es sowieso jeden Tag, denn Gott sagt:

Dies ist der Tag, den der Herr gemacht hat, lasst uns freuen und fröhlich sein! Psalm 118,24

Also wird gefeiert, denn Gott hat diesen Tag für uns gemacht und wir wollen fröhlich sein. Das Leben ist da, um gelebt und gefeiert zu werden und so Gott Ehre zu bringen.

Wir werden feste  Feste Feiern. Mal größer, mal kleiner und ich lasse euch gerne ein bisschen daran teilhaben :)

Love,
Anni



Donnerstag, 26. Januar 2017

Kisses from Katie

Auf dem Weg zu Freunden machten wir am vorletzten Tag von 2016 Halt in Tübingen. In Tübingen kauften wir uns in der christlichen Buchhandlung zwei Bücher und suchten uns ein gemütliches Cafe um den Minusgraden im zweistelligen Bereich zu entfliehen und bei Kaffee und heißer Schokolade gemütlich zu lesen. Gemeinsam. Etwas, das ich richtig genieße.
Soweit die Theorie. Eingeplant hatten wir nicht, dass unser Tischnachbar lautstark nicht nur sein Date unterhält, sondern auch uns...

Aber unsere Bücher! Mein Mann wählte ein knallpinkes Buch, auf meinem ist eine junge Frau umringt von dunkelhäutigen Kindern abgebildet. Auf den ersten Blick total unterschiedliche Bücher. Doch dann ergänzen sie sich so gut. Genial und eine kleine Liebesgeste Gottes, davon bin ich überzeugt.
Tobias liest das Buch "Das 10 Sekunden Prinzip" von Clare de Graaf. (Vielleicht will Tobias euch ja mal eine Empfehlung dazu schreiben :) Unter dem Link gibt es eine "Leseprobe zum Anhören") 
Und die Autorin meines Buches lebt dieses Prinzip, da bin ich sicher. Auch wenn sie noch nie davon gehört hat. Katie Davis, eine junge Amerikanerin, die nach Uganda ausgewandert ist und 14 Mädchen adoptiert hat, versucht den Willen Gottes zu leben. Nichts anderes besagt das 10 Sekunden Prinzip. "Tu als Nächstes einfach das, von dem du ziemlich sicher bist, dass Jesus es möchte."
Katie hat nicht nur 14 Mädchen selbst adoptiert, sondern mit 19 Jahren auch ein Hilfswerk für ugandische Kinder in Jinja gegründet. In Jinja waren wir im Juni auch, nur leider konnten wir Amazima, Katies Hilfswerk, nicht besuchen.

Ich lese am allerliebsten (Auto-)Biographien. Bücher über Nachfolge, wie das 10 Sekunden Prinzip und sämtliche andere, die in meinem Regal stehen, haben ihre Berechtigung und können so hilfreich und lehrreich sein. Aber Biographien finde ich nicht nur angenehmer und leichter zu lesen, sondern sie vermitteln mir: hier geht es nicht um Theorie. Leben mit Jesus ist so real. Und Stürme sind auch real. Und dass Gott hindurchträgt: ist REAL!

Im Englischen heißt der Originaltitel "Kisses from Katie". Katie ist so herzlich. Wenn man das Buch gelesen hat, möchte man von ihrer Liebe ein Stück abbekommen *lach*. Auf jeder Seite ist spürbar, wie sehr sie Uganda und die Kinder dort liebt. Und wie sehr sie Jesus liebt und auch geliebt wird. Denn Gottes Liebe ist es, die sie weitergeben kann. Nicht aus sich selbst heraus kann ein Mensch solch eine große Liebe empfinden. Gott schenkt Liebe.

Mehr zum Inhalt des Buches muss ich eigentlich gar nicht sagen. Wenn ihr es lest, könnt ihr meinen Herzschlag kennen lernen. Leben für die ungeliebten, einsamen, benachteiligten Kinder dieser Welt. Leben aus der Liebe Gottes. Auch außerhalb der eigenen Komfortzone.

Ja, Gottes Liebe soll in mir zunehmen. Hier wächst Liebe. Das wisst ihr ja schon :)

love,
anni

Donnerstag, 12. Januar 2017

Die Ameisen-Meerschweinchen-Geschichte

Kennst du die Ameisengeschichte? Das erste Mal hörte ich sie vor 13 Jahren bei JesusHouse von Torsten Hebel. An Weihnachten erinnerte Tobias Mama mich an die Geschichte.
Es geht darin um einen kleinen Jungen, der ein Ameisenvolk vor der Zerstörung retten möchte. Da er keine Möglichkeit hat, den Ameisenhaufen von seinem Platz im Wald, der abgeschlagen werden soll, wegzubewegen, möchte er die Ameisen warnen. Er versucht es, indem er einen großen Stein auf den Ameisenhaufen wirft, doch die kleinen Tiere verstehen seine Botschaft nicht. Deshalb wünscht er sich, selbst eine Ameise werden zu können, dass er mit den Insekten in ihrer Sprache kommunizieren und sie warnen kann.

Die Geschichte ist ein Bild für die tiefe Liebe Gottes, die Jesus dazu veranlasst hat, auf unsere Welt zu kommen.

Und Anfang dieser Woche konnte ich ein klitzekleines Stückchen dieser Liebe nachspüren. Denn ich musste mit meinem Meerschweinchen Bärbel zum Tierarzt. Sie hatte eine wunde Stelle auf dem Rücken, ungefähr so groß wie ein 10 Cent Stück, und ich wusste einfach nicht, was es ist. Es war ziemlich geschwollen, sonst schien es ihr aber gut zu gehen. Aber sicher ist sicher. Ich schnappte mein Schweinchen, packte es in einen Korb mit Decken und Stroh, bei den kalten Temperaturen, die sie nicht gewohnt ist, hat sie vielleicht trotzdem gefroren. Die ungewohnten Geräusche und das Geschaukel im Auto, der Hundegestank Hundegeruch beim Tierarzt und schließlich die Tierärztin, die ihr die verstopfte Talgdrüse (also gar nicht so schlimm...) ausdrückte, ließen vor Angst ihren ganzen Körper beben. Und ich musste sie festhalten. Ich redete auf sie ein, aber das kleine Tierchen hatte so eine riesige Angst. Das hat mir so im Herz weh getan und ich wünschte mir nichts mehr als dass ich ein Meerschweinchen werden könnte, um Bärbel in ihrer Sprache zu sagen, dass alles gut wird und ich nur das Beste für sie will. Dass wir gleich wieder nach Hause gehen, wo ihre Schwester Erna wartet und es schön warm ist und dass sie ganz gesund ist.
Aber ich konnte es nicht. Ich konnte nur ihren kleinen zitternden Körper festhalten und mit ihr mitleiden (an dieser Stelle dachte ich, wie soll das bloß mit Kindern werden o.O).

Und Bärbel ist nur ein einziges kleines Meerschweinchen. Wie sehr sehnt sich Gott wohl nach uns, wenn mein Herz schon vor Liebe für so ein kleines Nagetier schmerzen kann?
Unendlich. Und deshalb hat er uns Jesus geschickt, deshalb haben wir den heiligen Geist empfangen, dass wir Beziehung leben dürfen, mit unserem herrlichen, großen, liebenden Gott!

Ich möchte dich ermutigen, diese Beziehung auch zu pflegen und mit ganzem Herzen zu führen. Gott ist gut und er ist die Liebe selbst!

Love,
Anni




Und hier jetzt noch für die, die es interessiert, die ganze Ameisengeschichte :)
Leider weiß ich nicht von wem sie verfasst wurde. Wer es weiß, darf sich bitte bei mir melden!

Eines Tages war der alte Lord mit seinem Sohn in den Wald gegangen. Sie schritten zwischen den mächtigen Bäumen hindurch. Der Lord hatte beschlossen, alle fällen zu lassen. Schon bald würde man hier das Klingen der Äxte und die Rufe der Arbeiter hören.
Dieser Wald hatte seine Zeit gehabt. Alles würde hier neu werden.

Der Sohn war vor einem Ameisenhaufen stehen geblieben. Interessiert beobachtete er das emsige Treiben der kleinen Tierchen. Alle waren sehr beschäftigt. Einige schleppten Tannennadeln, andere Steinchen, die größer waren als sie selbst. Wieder andere liefen nur hin und her und man konnte nicht erkennen, was ihre Aufgabe war.
„Was wird mit den Ameisen hier passieren?“
Der Sohn sah zu seinem Vater auf.
„Auch für sie wird es ein Ende haben, wenn wir den Wald schlagen.“ „Aber das müssen wir ihnen doch sagen!“
Der Lord lächelte. „Ihnen sagen?!
Wie wollen wir den Ameisen sagen, dass es mit dem Wald und mit ihrer kleinen Welt, mit ihrem Ameisenhaufen, zu Ende geht?“
„Ich weiß es!“, rief der Junge aufgeregt.
Er hatte einen großen Stein entdeckt, den er hochhob und mitten in den Ameisenhaufen fallen ließ.
„Was tust du da!“, rief der Lord. „Du zerstörst ja alles!“ „Nicht alles. Ich weiß, es ist eine Katastrophe für sie. Aber ich muss ihnen doch irgendwie sagen, dass Gefahr besteht!“
Auf dem Ameisenhaufen war inzwischen die Hölle los.
Wie sinnlos liefen die kleinen Tiere hin und her. Der Stein war tief in den Ameisenhaufen eingesunken. „Ich bin gespannt, was jetzt passiert“, interessiert beobachtete der Junge die Tiere. „Komm lass uns weitergehen“, drängte der Lord.
„Auf dem Rückweg können wir hier noch einmal vorbeikommen.“

Zögernd ging der Junge mit. Als die beiden nach geraumer Zeit wieder zum Ameisenhaufen kamen, hatte sich die Aufregung dort schon gelegt. Von den Zerstörungen war kaum mehr was zu sehen. Der Stein war eingebettet in die Ameisenwelt.
Das Ameisenleben ging wieder seinen gewohnten Gang. „Sie haben nichts begriffen!“, rief der Junge aus.
„Alles ist wie vorher!“
Nach einer Weile meinte er leise: „Wahrscheinlich müsste ich eine Ameise werden, damit sie verstehen, was ich ihnen sagen will.“
Der Lord sah ihn fragend an.
„Ich müsste ganz klein werden. Einer von ihnen. Müsste ihre Sprache sprechen, in ihrer Welt leben.“ „Ja“, der Lord nickte. „Das wäre wahrscheinlich die einzige Möglichkeit. Aber ob sie dir dann glauben würden?
Ob sie dir glauben, dass du mein Sohn bist, und ob sie dir glauben, dass du weißt, was mit dem Wald und mit ihrer kleinen Welt passiert?“ „Man müsste es versuchen“, sagte der Junge.
„Man müsste es versuchen“, nickte der Lord.

Donnerstag, 5. Januar 2017

Privatsache Ehe


Das Jahr Zweitausendsiebzehn haben wir mit unseren Trauzeugen begonnen. Wie immer, wenn wir Zeit zu Viert verbringen, wollen wir Jesus bewusst in den Mittelpunkt stellen.
Wir reden über unsere Ehen, über unsere Träume, feiern unsere Erfolge und trösten uns bei Schwierigkeiten.
Gute Freunde, die unsere Herzen so gut kennen, sind Gold wert und ein wahrer Segen.

Für das neue Jahr haben wir uns jeweils zu zweit Ziele und Vorsätze aufgeschrieben, die wir als Ehepaar erreichen wollen.
Außerdem haben wir uns für unsere Freunde, und sie sich für uns, einen weiteren Vorsatz überlegen dürfen. 


Wenn man anderen Menschen erlaubt, in das eigene Leben Einblick zu erhalten und hineinsprechen zu dürfen, kann dabei etwas wunderschönes entstehen. Ein anderer Blickwinkel, der Korrektur ermöglicht und ermutigt, bremst oder abstaubt.
Natürlich muss man selbst abwägen, ob man das Gesagte annimmt oder nicht, ob es stimmt und passt, oder eben nicht.
Aber dort, in der durch Lichterketten erleuchteten, gemütlichen und vertrauten Wohnung unserer lieben Freunde fällt es uns nicht schwer, unsere Herzen zu öffnen und ehrlich zueinander zu sein. Wir wissen, dass wir geliebt werden und dass dieses Paar Gutes für uns will. Und wir auch für sie. Wir fragen Jesus, was für das andere Paar dran ist und auf dieser Basis machen wir unseren Vorschlag oder geben unseren Rat.

Zu glauben, dass man es allein, bzw. zu zweit schaffen muss, finde ich schwierig. Ich brauche die Beziehung und den Austausch mit anderen, um besser zu verstehen, wie Ehe funktionieren kann. Das ist so bereichernd. Warum haben wir Angst davor, die Hilfe von Freunden oder Familie anzunehmen? Warum scheuen wir uns davor, einen Therapeuten oder Berater um Rat zu fragen und versuchen lieber, uns selbst durchzuschlagen? Weil wir erwachsen sind und unsere Ehe nur uns beide etwas angeht?
Ich finde es eher erwachsen, sich einzugestehen, dass wir keine Einzelkämpfer sind. Nicht nur die Beziehung mit unserem Ehepartner brauchen wir, sondern auch zu anderen Menschen und zu unserem Schöpfer. Gott hat uns für Beziehung geschaffen, da er in sich Beziehung ist und wir nach seinem Ebenbild gemacht sind. Trotzdem - obwohl wir für Beziehung gemacht sind - leben wir in einem Lernfeld. Und ich will nicht krampfhaft versuchen mich durchzuboxen, sondern ich will das Lernen genießen.
Foto c Hendrik Gassmann
Kinder lernen durch Beobachten, Imitation und Ausprobieren. Wenn ich nur rein theoretisch über Beziehungen nachdenke, werde ich nichts dazulernen.
Darum ist es meinem Mann und mir wichtig, uns mit anderen auszutauschen, ihren Umgang miteinander zu beobachten und auch von Paaren lernen zu dürfen, die schon lange verheiratet sind.
Und schließlich sind Trauzeugen auch nicht dafür da, dass man an der Hochzeit so tolle Bilder mit ihnen machen kann wie ihr hier seht, sondern dass sie die Ehe und das Leben begleiten.

Das wichtigste dabei, wenn man Menschen in sein Leben oder in seine Ehe sprechen lässt ist, dass es in Liebe geschieht und dass man selbst die Freiheit hat zu bestimmen, was zutrifft.

Wie denkst Du darüber? Ist Ehe Privatsache? (Das lässt sich übrigens auch wunderbar auf die Kindererziehung anwenden...)
Ich wünsche Dir, dass du auch so gute Freunde findest, wie wir sie haben dürfen.

Love,
Anni

Mittwoch, 4. Januar 2017

Gesegnetes neues Jahr!


Das neue Jahr liegt ausgebreitet vor uns, weiß wie eine große Leinwand und wartet nur darauf, gestaltet zu werden.
Ich liebe den Zauber der ersten Januarwoche. Alles scheint möglich zu sein. Ich überlege mir, welche Orte ich dieses Jahr sehen möchte, welche Menschen ich treffen will und was ich alles erreichen kann. Ich denke an den Muskathlon im Oktober, der mir noch eeeeewig weit weg erscheint oder an den Frühling, auf den ich mich schon so freue. Oder zuallerst mal an den Schnee, den ich mir sehr wünsche.
Überlegungen, wie lange wir noch in dieser Wohnung leben werden und ob 2017 uns eine neue Heimat schenken wird geistern durch meinen Kopf.


Das alles bringe ich zu Papier und vor meinen Gott. Denn er weiß schon, was kommen wird und das beruhigt mich und gibt mir Frieden und Sicherheit.
Ich schreibe mir meine Vorsätze auf. Nicht nur an Neujahr, aber auch dann, denn es ist ein prima Zeitpunkt, um Entwicklungen festzuhalten und sich selbst zu überprüfen. Ganz ohne Druck und in der Gnade Jesu.

Ich wünsche Dir ein frohes und gesegnetes neues Jahr. Dass Gott dich durchträgt und hält und dir in vielen großen und kleinen Wundern seine Gnade und Liebe vor Augen malt und ins Herz schreibt.

Love, Anni