Samstag, 30. April 2016

Von den blauen Bergen kommen wir :)

Heute sind wir mit einem Freund auf den Blauen gewandert, einen Berg ganz bei uns im Südschwarzwald mit 1164m. Wir sind insgesamt ca. 24 Kilometer gewandert, auf dem Blauen wurden wir von einer Freundin abgeholt.
Es war eine Wanderung mit vielen Höhenmetern und das ist auch gut so, denn auch in Uganda werden wir einige Höhenmeter zu bezwingen haben.

Unser größtes Highlight: bei einer Rast wurden wir auf unsere neuen Muskathlon-T-Shirts angesprochen. Nachdem wir ein bisschen erklärt haben, was der Muskathlon ist und warum wir mitmachen, werden wir mit 30€ beschenkt. Was für ein Segen und eine Motivation!


Wir haben die schönen Aussichten genossen, sind durch frühlingsgrüne Wälder gelaufen, haben letzte Blüten und Schneereste bewundert. Voraussichtlich war das unsere vorletzte Wanderung vor Uganda. In drei Wochen sind wir schon dort! 

Love,
Anni

Freitag, 22. April 2016

Die Dornröschen-Revolution

Meine liebe Freundin, liebe Schwester, liebe Blogleserin,


ich möchte dich herausfordern! Starte eine Revolution mit mir und wecke das Dornröschen, das in dir schlummert!
Wecke diese wunderschöne, sanftmütige, fleißige, zufriedene Frau in dir, die Gott voll Liebe zum Detail, Bewunderung und Freude geschaffen hat. Lass die Prinzessin in dir nicht länger schlafen, sondern beende ihren Schönheitsschlaf!

Ich fühle mich so oft von mir selbst gefangen und limitiert. Ich denke, ich bin nicht gut/hübsch/nett/motiviert/... genug, um so ein tolles Leben zu führen wie meine Serienhelden oder wie Bloggerinnen, die ich bewundere. Ich denke, ich kann keinen Unterschied in der Welt machen. Daher versumpfe ich vor dem Computer, schaue staffelweise Serien und klicke mich von Blog zu Blog.

Gestern, als ich auf die (schlafenden) Kinder einer Freundin aufgepasst habe, bin ich ein bisschen durch die Räume gegangen. Meine Freundin ist für mich wirklich die Queen des Einrichtens: simpel, kein Schnickschnack, wunderschöne aber einfache Deko, tolle Farben....man fühlt sich sofort wohl und zuhause. Eine große Herausforderung, dass ich nicht anfange, meine Wohnung mit ihrer zu vergleichen, sondern mich einfach mit ihr zu freuen!
Folgende Erkenntnis hatte ich im Badezimmer:

DU bist eine Prinzessin. DU bist wunderschön! DU kannst etwas verändern! DU bist so wichtig für das Reich Gottes, im Himmel und auf der Erde! DU kannst sein, wer du willst. 
DU kannst die sein, zu der ICH dich machen will. DU bist es schon, tief in dir schlummert eine Prinzessin, wie Dornröschen, und wartet darauf, von meinem heiligen Geist wachgeküsst zu werden.



"Steh auf meine Freundin, meine Schöne, und komm mit mir." - Hohelied 2, 10

Wie passend, dass ich da über diesen Vers aus dem Hohelied gestolpert bin :) Gott fordert mich direkt auf, aufzustehen und mitzukommen. Etwas zu tun, statt stumm die anderen Frauen zu bewundern und mich zu vergleichen und mich zu bemitleiden.

Mag sein, dass es nur mir so geht und ihr alle jetzt denkt, "Was will die eigentlich??". Aber ich denke eigentlich nicht, dass ich mit diesem Problem allein bin. Also: Wecke Dornröschen in dir. Und schreib darüber oder rede davon. Lass andere Frauen auch ihr Dornröschen wecken, und ich bin sicher, dass Gott Großes tun wird.

Love,
Anni

Dienstag, 19. April 2016

Nur noch kurz die Welt retten...

In wenigen Wochen fliege ich nach Uganda. Ich laufe dort den Muskathlon.
Das Ziel ist es, 10000€ an Spenden im Vorfeld zu sammeln. Dieses Ziel habe ich nun auch schon fast erreicht. Erzähle ich davon, ernte ich Staunen und Bewunderung. Warum eigentlich? Was denken die Leute, warum ich mich auf diese Reise mache? Und vor allem: was denke ich eigentlich, warum ich diese Reise mache?

Ich bin nicht Superwoman. Zehntausend Euro sind (für mich) sehr sehr sehr viel Geld. Aber 10000€ und drei Wochen in Uganda werden das Land nicht grundlegend verändern, das ist selbst mir klar.
Hoffentlich wird sich das Leben für 10 Kinder, die einen Sponsor gefunden haben oder von den Spenden unterstützt werden, verändern. Ja, für diese Hoffnung nehme ich beim Muskathlon teil.

Aber woher kommt dieser Gedanke, dass ich "Afrika retten" kann? Der Ursprungsgedanke dahinter ist ein rassistischer und selbstverliebter Gedanke: Ich bin besser als die.

Das ist es keinesfalls, was ich denke und was ich vermitteln will. Diese Liste mit 10 Dingen, die man vor einem Missionseinsatz wissen sollte, hat mir so geholfen, ein besseres Verständnis zu bekommen.

Ich bewundere Organisationen wie Compassion, die mit Gemeinden vor Ort und mit Einheimischen arbeiten. Sie tun eine großartige Arbeit. Sie arbeiten, um Kinder im Namen Jesu aus Armut zu befreien.
Denn wir müssen Afrika und auch kein Land der Welt retten. Jesus ist gekommen, um zu suchen und zu retten was verloren ist. 

Ich freue mich ehrlich auf unseren Ugandaaufenthalt. Aber ich habe auch ein bisschen Angst, da vieles ganz anders sein wird. Ich will mit einer lernenden Haltung reisen, denn ich bin überzeugt: Ich kann viel von dem Land, den Leuten, den Umständen lernen. Ich kann überall etwas dazu lernen, wenn ich es möchte. Ich möchte mit offenen Augen und mit offenem Herzen durch die Welt gehen und an jeder Ecke, egal ob in Deutschland oder in Uganda, auf Gottes Stimme hören und auch Menschen zu Wort kommen lassen. Ich kann die Welt nicht retten. Ich selbst brauche Jesus als meinen Retter. In diesem Punkt habe ich bereits die erste Gemeinsamkeit gefunden mit vielen wunderbaren Menschen, denen ich begegnen werde. Und ich denke, dass das eine gute Basis ist. :)


Love,
Anni

Samstag, 16. April 2016

Der Kopf ist rund und die Füße sind platt

<<Notre tête est ronde pour permettre à la pensée de changer de direction>>
- Francis Picabia
Unser Kopf ist rund, damit unser Denken die Richtung ändern kann.


So viele Gedanken schwirren in letzter Zeit in meinem Kopf herum. So viel unfertige Blogposts, so viel ungesagte Worte, so viele geänderte Gedanken... da kam mir unsere "kleine Nachtwanderung" heute ganz recht. Einfach mal schweigend nebeneinander hertrotten, Zeit zum Denken und Gedanken ordnen, Kopf durchpusten lassen (ich glaube ein Ostseeurlaub würde mir jetzt auch gut tun)... sich auf das Wesentliche besinnen. Und das wäre? Tja, ich glaube, da muss jeder selbst eine Antwort finden. Aber für mich ist das Wesentliche, für das Wesentliche dankbar zu sein! Wie gut ist es, ruhig und sicher schlafen zu können! Wie gut ist es, Zugang zu gesundem Essen zu haben! Wie gut ist es, ein Dach über dem Kopf zu haben, Zugang zu Bildung zu haben, ...!
Das ist aber nicht der Grund, der uns dazu veranlasst hat, um 01.20 Uhr in der Dunkelheit loszustiefeln. In Uganda werden wir den Ultralauf um 00.00 Uhr beginnen. Um auszutesten, wie unsere Körper reagieren, haben wir es nun eben auch schon mal ausprobiert. 
Und es war hart. Ziemlich hart. Ich habe die Herausforderung unterschätzt, denn mein Körper braucht definitiv die Ruhe der Nacht. Mein Bauch hat nicht richtig mitgemacht und meine Füße waren viel früher müde als sonst. Dazu kam Dauerregen, sodass wir teilweise auch mit Schirm laufen mussten. Tobias ging es ähnlich wie mir. Darum haben wir auch beschlossen, nicht so weit zu laufen wie geplant. 


Um 7:50, 30 Kilometer später, waren wir in Zell im Wiesental angekommen und haben den nächsten Zug nach Hause genommen, sodass wir um 9.20 im Bett lagen, um Schlaf nachzuholen. 
Ein verrückter Samstag. Aber verrückt ist gut. Ich mag verrückt. :)



Habt noch ein schönes Wochenende. Vielleicht macht ihr ja auch noch was Verrücktes! :)

Love,
Anni


Sonntag, 10. April 2016

10/10 [April]

Vom Muskathlon habt ihr mittlerweile alle hier gelesen. Da es nächsten Monat schon so weit ist und wir nach Uganda reisen, habe ich mich entschieden, die 10 Euro dieses Monats an den Muskathlon zu spenden, und zwar an eine Person, die ihr 10000 Euro Ziel noch nicht erreicht hat. Vielleicht findet ihr in der Athletenliste ja auch jemanden und habt Lust, diese Person heute mit 10 Euro zu unterstützen.

Ich bin gespannt, alle kennen zu lernen, die in etwa 40 Tagen mit mir in Uganda sein werden :)

Love, 
Anni

Montag, 4. April 2016

Ehe bereichern

Ich habe schon angedeutet, dass wir Ostern draußen verbracht haben. Nach dem Gottesdienst haben wir mit einigen Freunden gegrillt, hauptsächlich mit jungen Familien aus unserer Kirche. Das war so schön! Nicht nur, dass wir wirklich ein frohes Fest gefeiert haben und das Wetter (zumindest gegen Abend) toll war... mir hat noch etwas ganz anderes gefallen. 
Ich genieße es so sehr Zeit mit anderen Ehepaaren zu verbringen. Vor allem auch mit Paaren, die ein wenig älter und ein wenig "weiter" sind, schon ein bisschen länger verheiratet sind oder kleine Kinder haben. Ehepaare, die eine gesunde Beziehung leben und ihre Liebe auch gerne zeigen. Dann können wir auch ganz beruhigt Paar sein und uns mal einen Kuss geben ohne direkt einen schrägen Blick zu bekommen.

Wir können voneinander lernen, offen voreinander Beziehung leben, uns austauschen, müssen keine Rücksicht auf die Gefühle von Singles nehmen... es ist wirklich ein Rat von mir, vor allem wenn man eher jung heiratet, so wie wir, sich mit (älteren) EHEPAAREN zu treffen und Freundschaften aufzubauen.
In unserem Freundeskreis sind eben nicht viele so früh entschlossen, befinden sich noch in der Probierphase oder haben einfach noch nicht die richtige Person getroffen. Das sind alles wundervolle Menschen und gute Freunde von uns, mit denen wir gerne Zeit verbringen.
Uns ist es aber auch wichtig, dass wir uns an etwas orientieren können und dass wir ein Ziel vor Augen haben, wo wir hin wollen. Daher tat der Ostersonntag einfach gut, und die Freundschaften, die wir mit anderen Ehepaaren leben sind etwas ganz Besonderes und eine Bereicherung für mich.


Love,
Anni 

Samstag, 2. April 2016

Zeitdieb

Letztes Wochenende war die Zeitumstellung. Vor allem bei der Umstellung auf die Sommerzeit habe ich damit immer meine Probleme und rechne noch die ganze erste Woche, welche Uhrzeit wir jetzt "eigentlich" hätten. Ich bin immer von der "gestohlenen Stunde" genervt.

Dieses Mal haben wir den Ostersonntag, an dem uns die Stunde geklaut wurde, fast komplett draußen verbracht. Draußen wird die Zeit unwichtig. Wir haben gegrillt und haben einfach gegessen, wann wir Hunger hatten, die Kinder haben gespielt und die Sonne ging spät unter. Es war ein wundervoller Tag und wir sind abends glücklich ins Bett gefallen, keine Ahnung um welche Uhrzeit. Dass der Montag ein Feiertag war, hat die Sache noch besser gemacht, da wir nicht früh aufstehen mussten.

Aber mal ehrlich, was ist diese eine Stunde? Gibt es nicht jeden Tag (mindestens) einen Zeitdieb, der mir manchmal sogar mehr als eine Stunde stiehlt? Also bei mir gibt es das definitiv. Um nur ein paar zu benennen: Instagram, Häkeln, Netflix, Lettering, Bloggen, auch Kochen und Putzen kann dazugehören, ... Ich finde, alles ist in Ordnung. Aber wie bei allem kommt es auf das Maß an.
Vor allem wenn ich am Morgen eine Liste mache und mir darüber klar werde, was ich zu tun habe und dann diesen Ablauf mit Jesus bespreche, habe ich gute Chancen gegen die Zeitdiebe anzukämpfen. Viel öfter, so nehme ich mir vor, will ich Jesus morgens fragen: "Jesus, was ist DEIN Plan mit diesem Tag? Was denkst du über meine Idee, heute ... zu tun?" Und dann bin ich gespannt, denn diese Tage haben großes Potenzial.






Machst du mit?

Love,
Anni