Donnerstag, 22. Dezember 2016

Advent im Herzen

Meine Lieben,

Im letzten Monat war es sehr sehr still. Vielleicht als Kontrast zu dem Adventskalender letztes Jahr im Dezember hatte ich dieses Jahr so gar keine Idee und Lust, etwas zu posten. Und jetzt sitze ich hier auf meinem Sofa, aufgrund einer fiesen Hautkrankheit schon früher in die Weihnachtsferien entlassen, und lese. Schon die Einleitung von dem Buch auf meinem Schoß, 66 Liebesbriefe, rührt mein Herz an. Ideales Last-Minute-Weihnachtsgeschenk! :)
Lawrence Crabb schreibt (und mein Mann hat es bereits unterstrichen):

"Je älter ich werde, desto mehr glaube ich daran, dass genau jetzt, mitten in dem Gemisch von Gutem und Schlechten, welches in der kleineren Geschichte eines jeden von uns vor sich geht, eine größere Geschichte erzählt wird, und zwar eine richtig gute. Nur haben wir die Geschichte völlig verdreht. Wir haben die Handlung verändert, um darin Platz für unser Leben zu schaffen, wie wir von unserer begrenzten Perspektive aus gerne möchten, dass es ablaufen soll. (...) Wir alle verändern die Handlung des Lebens in ein Drama, das die Sehnsüchte unseres Herzens - nach Intimität, Respekt, Erfüllung und einem behaglichen Leben - schneller befriedigt, als es im ursprünglichen Skript vorgesehen ist. Die Auswirkungen sind katastrophal." (Crabb (2009), 66 Liebesbriefe, S. 23)

Ich erzähle euch davon, weil es mit der Stille hier zusammenhängt.
Meine Geschichte ist klein. Ich fühle mich unbedeutend und habe nichts interessantes zu erzählen.
Natürlich könnte ich euch weitere Last-Minute-Weihnachtsgeschenke aufzählen, ich könnte euch auch davon berichten, wie sehr mein neuer Beruf als Erzieherin mir Freude macht oder dass es ganz schön schwierig für mich ist, meinen Haushalt nebenher überhaupt zu führen. Ich könnte euch von meinen kleinen Versagens-Erlebnissen und den Freuden im Alltag erzählen und wie Gott mir seine Hand hinstreckt um mir zu helfen. Oder wie ich nach der Arbeit bei der Kirche angehalten und den Anblick genossen habe.
Das sind sicher alles gute Blogbeiträge, die ich auf anderen Blogs gerne lese. Aber hier bei mir fühlt sich das alles so unbedeutend und nicht nennenswert an. Was daran ist wichtig für euch zu wissen? Warum sollte ich hier etwas schreiben bzw. nicht schreiben? Ähnlich geht es mir auch auf Instagram. Zeige ich einfach nur tolle Bilder oder will ich immer eine tolle Botschaft dazu schreiben?
Dazu musste ich mir erstmal klar darüber werden, was das Ziel von meinem Blog (und Instagram) überhaupt ist. Am Anfang meines Blogs war mir das wahrscheinlich selbst noch nicht so klar. Aber jetzt schon:

Das Ziel dieses Blogs ist es, zu inspirieren und ein kleines Stück von der großen Liebesgeschichte Gottes zu erzählen.

Das kann ich nur tun, indem ich erstmal selbst die Perspektive für Gottes große Liebesgeschichte, in der sich meine eigene Kleine einfügt, besser verstehe. Und diese Perspektive hat mich grad ein bisschen umgehauen. Einfach so, auf meinem Sofa, zwei Tage vor Weihnachten. Und ich wollte euch unbedingt davon erzählen und Teilhabenlassen. Auch dafür ist ein Blog da. Einblick in ein anderes Leben, in eine andere kleine und unbedeutende Geschichte, aber mit dem Wissen: "Hey, wir gehen zusammen auf ein größeres Ziel zu".
Ein Knoten ist geplatzt und die Ideen sprudeln wieder nur so in meinem Herzen herum. Jetzt würde ich euch gerne noch meine kleinen Geschenkideen zeigen oder mehr über den Advent schreiben. Ich könnte noch einen Monat bis Weihnachten füllen, aber nun sind es nur noch zwei Tage.

Und ich freue mich trotzdem!

Gerade jetzt, in einer Zeit, in der wir merken, wie katastrophal die Auswirkungen tatsächlich sind, wenn wir selbst die Handlung unseres Lebens bedeutender machen, als sie eigentlich ist und Herzenssehnsüchte nicht befriedigt werden, freue ich mich auf Weihnachten. Im Advent bereiten wir uns vor. Ankunft.
Aber ich sage dir was: Gott ist schon da! Und er schreibt eine gute Geschichte mit uns. Eine richtig gute!

Ich wünsche dir gesegnete Weihnachten und dass du mit mir deinen Platz in der großen Liebesgeschichte findest.
love,
Anni



Samstag, 12. November 2016

davincicode für dankbarkeit

Manchmal, wenn ich alleine zuhause bin und ich die Zeit nur totschlage, dann kriecht das hässliche Monster der Unzufriedenheit in mir hoch. Im Wort steckt es bereits: UN(...)FRIEDE(...). Genervt schleiche ich durch die Wohnung oder klicke mich durchs Internet, auf der Suche nach Nichts und dabei dann nichtmal erfolgreich. Das ist ermüdend und anstrengend. Und undankbar.
Gerade war es einmal wieder so weit, obwohl ich heute eigentlich einen guten Tag hatte. Aber ich habe etwas gefunden, was mich meinen Fokus wieder richtig ausrichten lässt: ich schreibe alles auf, wofür ich dankbar bin!
Ich schreibe regelmäßig und sehr gerne Tagebuch. Aber anstatt in meinen negativen Gefühlen zu baden richte ich mich auf Gott aus und danke ihm für all seine Geschenke an mich. Ich bin erstaunt, wie schnell ich heute meine Seite gefüllt hatte.
Ich hätte auch noch weiter machen können, aber ich war schon bei der Hälfte der Seite gut drauf! :) Das ist natürlich kein Allgemeinrezept, aber nicht umsonst gibt es weise Sprüche wie "Danken schützt vor Wanken" oder "Loben zieht nach Oben"... *lach*

Vor fast zwei Jahren habe ich Ann Voskamps Buch "1000 Geschenke" gelesen und ich kann es euch sehr ans Herz legen.
Im Wesentlichen schreibt sie darüber, wie sie näher an Gottes Herz kam, indem sie begann, auch im Leid zu danken. Sie hat eine sehr bewegende und krasse Geschichte und schreibt sehr poetisch und mitreißend.
Immer wieder stellt Ann den Bezug zum Abendmahl her, der Eucharistiefeier. Das Wort Eucharistie kommt vom griechischen eucharisteo. In diesem Wort verbirgt sich ein Geheimnis. Fast schon DaVinci Code mäßig.
Wie Ann das Wort erklärt, könnt ihr in diesem Interview nachlesen. Ich habe es euch hier auch auf Deutsch übersetzt & zusammengefasst (bitte Originalquelle beachten und Anns Buch kaufen :)... )
Das Wort eucharisteo kommt in den Einsetzungsworten für das Abendmahl vor, als Jesus für das Brot dankt. In dem griechischen Wort sind zwei Wortstämme beinhaltet: charis = Gnade und chara = Freude.
Jesus erkennt das Geschenk und die Gnade, die der Vater trotz allem mit ihm hat und dankt dafür. Aus diesem Danken entsteht eine tiefe Freude. Die Chara-Freude. Sie ist das absolute Gegenteil von Unzufriedenheit. Diese Chara-Freude finde ich nur am Abendmahltisch bei Jesus, im Danken.
Und wo könnte ein besserer Ort für uns sein?

Wofür bist du dankbar? Hast du Anns Buch auch schon gelesen? 
Love & eucharisteo!
Anni



Dienstag, 8. November 2016

Besuch bei unserem Compassion Patenkind in Uganda

Im Mai waren wir mit einer Gruppe verrückter Menschen für eine Woche in Uganda, um beim Muskathlon teilzunehmen. Fleißige Blogleser wissen das natürlich, alle anderen können hier mehr über den Muskathlon erfahren.
Am Bericht über den Tag 3 in Uganda habe ich euch das wichtigste und schönste Erlebnis vorenthalten: unser persönliches Highlight der gesamten Reise war der Besuch bei unserem Compassion Patenkind Dorcus.

Wer ein Patenkind bei Compassion hat, kann es jederzeit durch Briefe ermutigen. Darüber hinaus ist es für jeden Paten möglich, sein Patenkind zu besuchen. Da wir nicht nur Muskathleten, sondern auch Advokaten sind, will ich euch gerne über einen Besuch bei euren Patenkindern informieren :)
Die Landesbüros von Compassion arbeiten eng zusammen, um den Besuch gut zu planen. Auch bei uns wurde der Besuch von den Compassion Mitarbeitern in Uganda geplant. Wir waren zuerst mit einem Teil der Gruppe im Kinderzentrum, das Dorcus besucht. Nach einer kleinen Vorführung der Kinder lernten wir unser Patenmädchen kennen. Dorcus wurde im Oktober acht und ist eins von 6 Kindern der Familie.
Auf dem Bild oben seht ihr Tobias und mich mit Dorcus, als wir sie vom Kinderzentrum abgeholt haben und mit unserer Gruppe auf dem Weg zum Homevisit waren. Hier waren wir allerdings auf dem Weg zu einer anderen Familie. 
Mit dem Bus sind wir danach zu Dorcus Haus gefahren, einer Art Reihenhaus. Als die Kinder aus der Straße den Bus kommen sahen rannten alle sofort an die Straße, sie waren jedoch recht schüchtern, bis sie Dorcus entdeckt haben. Dorcus und ihre Familie sind nach unserem Besuch nun wohl sehr bekannt in der Gegend ;)
Als wir um das Haus herum gehen waren mehr Menschen als erwartet dort, unter anderem Dorcus Eltern Priscilla und Tom und 4 von 5 Geschwistern. Die Atmosphäre war ein bisschen angespannt und nervös aber freudig. Wir wurden ins Haus gebeten und durften auf dem Sofa Platz nehmen. Eine Compassion Mitarbeiterin hat uns die ganze Zeit begleitet, hat uns viel erklärt und für uns übersetzt. Außerdem hat sie den Kindern Sicherheit gegeben, da sie eine Bezugsperson ist.

Die Eltern wussetn genau, dass wir die Paten von Dorcus sind und dass wir kamen. Ich bin ein bisschen erstaunt darüber, weil wir im Voraus nicht wussten, dass wir unser Patenkind an diesem Tag treffen und sogar zu ihr nach Hause gehen können. Aber Priscilla hat sogar ein Geschenk für uns genäht, eine Stofftasche mit Innenfach und Reißverschluss. Der Papa Tom, der gutes Englisch spricht, erklärt uns, dass sie auch gerne unsere Namen einsticken wollte, aber sie war sich nicht sicher, was unsere Vornamen sind und was der Nachname ist :) Süße Geschichte, vor allem weil wir auch kleine Verwirrungen mit Dorcus Namen hatten :) Wir waren nämlich überzeugt, dass sie Mapendo heißt, das ist jedoch eher ein Spitzname. Dorcus ist ihr afrikanischer Name und der englische Name ist Tabitha.
Rechts im Bild oben seht ihr die Compassion Mitarbeiterin, außerdem Daniel von Compassion Deutschland (in der Mitte), den ihr in Ruanda nächsten Mai unterstützen könnt und der ganz wunderbare Bilder für uns gemacht hat! Vielen lieben Dank Daniel! 
Ja, und ihr seht, da stehen viiiiiele viiiiiiele Kinder, die sich auch einen Paten wünschen. Das ist deine Chance! :)


Die Familie von Dorcus

Am nächsten Tag haben wir Dorcus beim Kids Fun Day noch einmal getroffen! Das war so ein Geschenk für uns, dass wir sie zwei mal treffen konnten. Als die Kinder der verschiedenen Zentren auf dem großen Sportplatz ankamen, hat Dorcus sofort Tobias entdeckt und war dann am Anfang bei uns, bis die Spiele losgingen.
Nach dem Mittagessen war dann ein Zeitraum, wo viele Paten, die auf unserer Reise dabei waren, ihre Patenkinder treffen konnten. Im Versammlungsraum eines Kinderzentrums gegenüber dem Sportplatz waren Stühle vorbereitet, sodass man sich mit seinem Patenkind und einem Übersetzer zusammensetzen konnte.

Noch in Deutschland habe ich mich auf dieses Treffen vorbereitet und ein paar Kleinigkeiten gekauft, die wir nicht schicken können. Ihr seht sie auf diesem Bild rechts. Schulhefte, ein Notizbuch, Buntstifte in einem Mäppchen, ein Spitzer und ein Radiergummi, ein Taschenrechner, Armbändchen, eine kleine Tasche, die ich bemalt habe und ein Mitmachbibelbuch mit 2000 Stickern, Ausmalbildern und nur ganz kurzen (deutschen) Texten. (Das Buch hat nur 5€ gekostet! Und ich finde es ganz toll, kann es wirklich empfehlen)
Ich glaube das Buch war für Dorcus die größte Freude. Und wir hatten etwas, über das wir mit ihr in Kontakt kommen konnten, da wir uns ein paar Seiten gemeinsam angeschaut haben. Und was hatten wir für einen Spaß! :)

(Übrigens: die Haargummis hätte ich mir sparen können! :D In Uganda werden allen Schulkindern die Köpfe rasiert. Daran hatte ich im Voraus nicht gedacht)


Ein besonderes Geschenk sind unsere Freundschaftsarmbändchen, die meine Freundin Cora für uns gemacht hat. Mich würde so interessieren, ob Dorcus ihres noch trägt. Tobias hat seines keinen Tag abgelegt, seit wir bei Dorcus waren. Meins liegt momentan in meinem Schmuckkästchen, aber jetzt, nach diesem Bericht, will ich es unbedingt wieder tragen :)

So. Das war jetzt ein ziemlich langer Bericht, mal wieder... und er kommt nicht annähernd an die Emotionen heran, die wir dort im Mai erlebt haben... Aber vielleicht fragt ihr ja einfach noch nach, wenn ihr etwas noch genauer wissen wollt oder so :)
Ich habe auch eine Frage an euch:
Wer würde gerne mal sein Patenkind besuchen bzw. plant es tatsächlich schon? Bei Fragen dürft ihr euch natürlich sehr gerne an mich wenden :)
Love,
Anni

Freitag, 4. November 2016

#unterwegs in Bayern

Im September haben wir noch eine Woche Urlaub gemacht, bevor auch ich ins Arbeitsleben eingestiegen bin.
Wir konnten uns sehr lange nicht entscheiden, wohin es denn gehen soll und durchstöberten sämtliche Schnäppchenportale. Aber das schönste am Urlaub ist doch immer die viele Zeit, die man miteinander verbringt! Daher beschlossen wir, nicht noch mal zu fliegen, nachdem wir dieses Jahr schon in Uganda waren und stattdessen eine kleine Bayernrundtour zu machen. Wir haben gar nicht viel geplant und sind "einfach mal losgefahren".
Man könnte auch sagen wir haben "Seehopping" gemacht, denn wir arbeiteten uns von See zu See vor bis zum Königssee.
Ich möchte euch ein bisschen mitnehmen in die einzelnen Stationen. Die Nächte haben wir bis auf einmal alle im Zelt verbracht.

der erste Blick auf die Berge

Erster Stop: Forggensee
Die ersten zwei Nächte haben wir am Forggensee verbracht. So konnten wir erstmal ankommen und uns orientieren. Am Forggensee ist es wunderschön und der Campingplatz Seewang war auch toll und preiswert. Wir konnten direkt am Seeufer (das nicht direkt zum Campingplatz gehört, aber die Zeltwiese grenzt quasi direkt an) frühstücken, hatten herrliche Laufrouten am See entlang und sogar einen Blick auf Neuschwanstein. Der Campingplatz hat ein tolles Restaurant und ein neues großes Gebäude für die sanitären Anlagen ist gerade im Bau.
Füssen liegt am anderen Ende des Sees, hier haben wir am Sonntag die Freie evangelische Gemeinde besucht und sehr gut zu Mittag gegessen.
Am Montag haben wir schon früh alles zusammen gepackt und sind zum Schloss Neuschwanstein gefahren. Ich finde, da muss man mal gewesen sein :) Mir hat es jedenfalls sehr gut gefallen, auch die Führung. Ich habe aber gehört, dass die anderen Schlösser von Ludwig ebenfalls sehr schön und einen Ausflug wert sind und vielleicht nicht so überlaufen wie Neuschwanstein. Aber im Thronsaal konnte ich meinen Mund fast nicht wieder schließen, so erstaunt war ich über die Pracht!

Zweiter Stop: Zugspitze, Eibsee 
Vom Schloss Neuschwanstein aus sind wir nachmittags noch bis Grainau, den letzten Ort vor der Zugspitze gefahren. Direkt am Ortseingang von Grainau liegt ein schöner Campingplatz, der eine kleine Attraktion bietet: Schlafen im Eichenfass. Das haben wir uns natürlich nicht zwei mal sagen lassen und da tatsächlich noch ein Fass so kurzfristig frei war, haben wir es gebucht. Für 60€ pro Nacht natürlich viel teurer als im Zelt, dafür auch wärmer und mal etwas besonderes.


Nach einer entspannten Nacht im Eichenfass sind wir am Morgen zum Fuß der Zugspitze gefahren. Das Wetter war nicht ideal und wir waren auch nicht auf eine richtige alpine Wanderung eingestellt und beschlossen daher, nur um den Eibsee herum zu spazieren. Nach ein paar Metern sind wir zurück zum Auto um uns umzuziehen und dann um den See herum zu joggen. So waren wir dann doch etwas schneller und es war eine kleine Herausforderung und nicht nur ein Spaziergang :)
Hier haben wir besonders gemerkt, wie wir die Spontaneität genießen und wie toll es für uns war mit unserem Auto unterwegs zu sein und alles dabei zu haben, was wir brauchen.

Dritter Stop: Schliersee
Nach unserer Eibseelaufrunde mit anschließender Erfrischung im See sind wir an den Schliersee gefahren. In der Nähe haben wir Freunde zur Brotzeit (dt.: Abendessen ;)) besucht.
Die haben uns den Tipp gegeben, bei Café Dinzler in Irschenberg vorbei zu schauen. Und wir waren sehr begeistert. Es ist nicht nur ein Café sondern auch eine Schaurösterei, die ausschließlich mit fair bezahlten Kleinbauern zusammen arbeiten. Hier kann man einen ganzen (verregneten) Tag verbringen und an multimedialen Lernorten alles über den Kaffee, von der Kirsche über die Bohne bis in die Tasse lernen :) Und außerdem gibt es alles, was das Genießerherz begehrt an Ess- und Trinkbarem :)
Fast nebenan befindet sich ein FC Bayern München Fanshop. Natürlich musste mein Liebster da auch kurz rein :)


Am Schliersee haben wir wirklich direkt am Seeufer gezeltet, das war echt toll. Von dem Campingplatz war ich jetzt allerdings nicht sooo begeistert. Die sanitären Anlagen haben mich nicht überzeugt, es gibt keine Zeltwiese sondern man zeltet auf sandigem Boden und ab dem frühen Morgen fährt der Zug direkt am Campingplatz vorbei über unbeschrankte Bahnübergänge, einen Wecker braucht man also nicht.

Vierter Stop: Königsee
Auch am Königsee waren wir wieder sehr spontan. Wir hatten bereits Tickets für die Bootsfahrt gekauft, da haben wir entdeckt dass man auch ein Ruderboot mieten kann. Also haben wir unsere Tickets weiter verkauft und haben uns in die Riemen gelegt. Dadurch haben wir den Trompeter vom Touristenboot ungefähr 5x oder so gehört! Wir sind zwar nicht mal bis St. Trudpert gekommen, aber wir hatten dafür richtig viel Spaß (und auch eine Menge Muskelkater gratis dazu ;))

Auf dem Campingplatz Mühlleiten waren wir nur wenige Gehminuten vom Königsee entfernt und schliefen mit Blick auf den Watzmann. Hier wurden wir von allen Campingplätzen am freundlichsten empfangen und beraten. Die sanitären Anlagen waren hier dafür auch nicht so toll.
Für die kühleren Jahreszeiten gibt es aber auch ein wunderschönes Ferienhaus auf dem Campingplatz. 

Fünfter Stop: Therme Erding
Als Abschluss unseres Urlaubs haben wir uns nochmal richtig was gegönnt: einen Tag in der weltgrößten Therme in Erding. Ich kann nur eins sagen: es lohnt sich! Wir waren beide sehr begeistert, sowohl vom Innen- als auch vom Außenbereich. Hier kann man wirklich zu jeder Jahreszeit auf seine Kosten kommen, auch im Sommer, denn auch draußen gibt es tolle Rutschen und viele verschiedene Liegemöglichkeiten. Wir haben sogar einen Mittagsschlaf draußen in der Sonne gemacht, so schönes Wetter hatten wir. Die 26 Rutschen lassen aber eigentlich keine Zeit für Mittagsschläfchen und aus dem Wellenbad mit 2m hohen Wellen war ich nur schwer raus zu bekommen :)
Wir haben auf einem Bauernhof, dem Gersthof, gezeltet, was ich total genial fand! Nur eine Kuhweide trennte uns von der Therme, wir waren innerhalb von 5 Minuten dort. Auf dem Bauernhof kann man sehr günstig übernachten und es gibt einen tollen Strohspielplatz. Als wir ankamen, fand gerade ein Kindergeburtstag statt. Absolute Empfehlung, falls ihr in der Nähe wohnt :) Ich hab mich jedenfalls in den Hof verliebt ;)



Und weil wir einmal fast nach Erding gezogen wären (und weil mein Mann Fan von Erdinger Bier ist) haben wir uns auch das (wunderschöne) Städtchen ein bisschen angeschaut und waren im Weissbräuhaus essen.



Fast 1000km hatte unsere Tour! Wir haben ja auch den kompletten Süden Deutschlands abgefahren :)

Insgesamt hatten wir wirklich eine super Woche erwischt und obwohl wir es nicht vermutet haben konnten wir tatsächlich die ganze Zeit zelten, es war warm genug und hat nicht geregnet.

Auf dem Heimweg haben wir noch einen Zwischenstopp eingelegt und eine liebe Blog- und Instagramfreundin getroffen, Laura von Schwesterherz. Mit ihr waren wir in einem Biergarten und haben eine Mini Augsburg Tour gemacht! Ich hoffe wir sehen uns mal wieder, liebe Laura, ich erinnere mich immer noch sehr gern an unser Treffen, ist ja jetzt auch schon wieder ein bisschen her :)

Jetzt bitte Hände hoch, wer macht gerne Urlaub in Deutschland und welche schönen Ecken habt ihr dabei schon entdeckt?
Also ich gebe euch eine gaaaanz große Empfehlung für Camping im Allgäu! :)
Love,
Anni





Mittwoch, 26. Oktober 2016

Wer is(s)t schon gern normal?

5kg Gemüse haben wir gerettet. 5kg Gemüse, das sonst einfach weggeschmissen werden würde, und zwar nur, weil es nicht einer gewissen Norm entspricht.

In Uganda und in anderen Teilen der Welt, auch vieeeel näher als in Uganda, hungern Menschen und manche verhungern sogar. Wie können wir uns anmaßen kiloweise Lebensmittel einfach zu entsorgen, weil sie nicht hübsch genug sind?!
Also habe ich mich auf etwas eingelassen: ich habe eine Gemüseretterbox bestellt! Und Schönheit liegt bekanntlich auch im Auge des Betrachters. Diese lächelnde (krumme) Gurke aus meiner Etepetete Gemüsebox fand ich nämlich sogar sehr schön.
Zusammen mit der krummen Gurke kamen hier zwei kleine Kürbisse, eine Rote Beete, bei der ich beim besten Willen nicht erkennen kann, warum sie aussortiert wurde, Pastinaken und lustige Karotten uvm. Achtung, auf den Bildern ist nicht alles abgebildet, was in meiner Gemüsekiste drin war! Insgesamt waren es nämlich 5kg, geliefert mit DHL und gut verpackt.

Mit 20€ ist die Box sicher kein Schnäppchen, aber es handelt sich um hochwertiges Biogemüse und der Versand ist kostenlos.
Und wer kann dieser farbenfrohen Vitaminpracht schon widerstehen?


In diesem kurzen Clip wird anhand eindrücklicher Zahlen vermittelt, warum die Gemüseretterbox so wichtig ist:




Bitte entschuldigt die Bilder. Ich bin kein Foodblogger und werde es auch nicht. Ich wollte euch, trotz suboptimalem Licht, aber trotzdem gerne das Gemüse fotografieren und auch die leckere RoteBeeteKarottenPastinakenPfanne, die ich uns gekocht habe :)

Probiert es doch auch einmal! Ich finde das Konzept der Gemüseretterbox klasse. Wie oft die Box kommen soll kann man individuell festlegen. Ihr könnt die Box nach 2x Liefern auch jederzeit abbestellen, falls es nicht gut passt.

Habt ihr euch schon mal Lebensmittel liefern lassen? Die Etepetete Box ist ja nicht die einzige ihrer Art, nur dass es sich um "gerettete Lebensmittel" handelt, ist besonders.

Love,
Anni


Dienstag, 25. Oktober 2016

Bald schon ist Weihnachten...

... Kribbeln im Bauch.
Bald schon ist Weihnachten,
freust du dich auch?

So beginnt ein tolles Kinderlied. Und es sind zwar noch knapp zwei Monate bis Weihnachten, aber wir alle wissen ja, dass Weihnachten immer schneller da ist, als gedacht!

Dies soll auch nur eine klitzekleine Erinnerung sein, dass es bald Zeit ist, Weihnachtspäckchen für diverse Aktionen wie Weihnachten im SchuhkartonWeihnachtsfreude und andere zu packen! Und auch wenn du ein Compassion Patenkind hast solltest du spätestens im November die Weihnachtspost abschicken.

Ich war schon fleißig :) mit nicht mehr als dem Inhalt des Einkaufswagen (Kosten ca. 15-20€, 3€ Portokosten) auf dem Bild kann man eine Familie in Osteuropa sehr glücklich machen.
Wem machst du dieses Jahr eine besondere Weihnachtsfreude?
Love,
Anni

Freitag, 14. Oktober 2016

Signs of Hope - Open Doors

Wenn meine Kirche die Zielscheibe von Anschlägen wäre...
Wenn eine Bibel zu besitzen ein Verbrechen wäre...
Wenn Lobpreis zu singen lebensgefährlich wäre...
Wenn mein Leben bedroht werden würde...
Wenn meine Kinder benachteiligt werden würden...
Wenn mein Ehemann ermordet werden würde...
... würde ich Jesus folgen?
Oder würde ich ihn verleugnen?

Diese Fragen gehen durch meinen Kopf, als ich das folgende Video von Open Doors anschaue:


Wenn es um Leben und Tod geht, wie werde ich wählen?

Ich unterschätze das Video! Nebenbei mache ich mir einen Tee. Welche Tasse darf es heute sein? Kann mich nicht zwischen den Teesorten entscheiden. Andere wären froh, wenn sie überhaupt Wasser hätten... Erinnerungen an Uganda...
Im Video sagt Mia Friesen, in der christlichen Szene bekannt als Sängerin der Outbreakband, dass sie gefragt wurde, ob sie nach Nigeria gehen möchte, um den Menschen dort Mut zu machen. Ich denke, das geht doch gar nicht! Wir haben keine Ahnung von deren Leben! Wir wissen nicht, was Lebensangst bedeutet! Wie sollen wir die verfolgten Christen ermutigen, wenn sie doch so viel mutiger sind als wir?!
Aber ich werde durch den Film aufgerüttelt: Meine Worte und mein Gebet haben eine enorme Bedeutung für die verfolgten Christen! Gefühlschaos herrscht. Ich bin geschockt und wütend über die Aufnahmen im Video. Bitte nehmt euch die Zeit und schaut es an. Es hat mich zutiefst erschüttert. 
Mein Tee ist fertig. Ich nehme meine Tasse und durch einen Tränenschleier lese ich ein einziges Wort: gesegnet. Ich. bin. gesegnet. Ich darf mich an meinem Leben freuen und ich habe "Glück", dass ich in Deutschland geboren bin. Sicher, auch hier gibt es Probleme. Aber ich leben nicht in ständiger Angst um mein Leben. Mir! Geht! Es! Gut! Und plötzlich verstehe ich: Ich habe nicht die Wahl zwischen Leben und Tod. Meine Wahl ist die Wahl zwischen Leben und Leben! Klammere ich mich an mein Leben auf der Erde oder entscheide ich mich für das ewige Leben? Oh, ich möchte mich für das ewige Leben bei unserem Herrn entscheiden! Die Ewigkeit beginnt jetzt schon, hier auf der Erde und wir dürfen unser Leben genießen, es feiern und gestalten und genießen und lieben, aber wenn unsere Zeit auf der Erde vorbei ist werden wir bei IHM weiterleben. Über den Zeitpunkt bestimme aber nicht ich. 
Unsere Geschwister in Nigeria und überall sonst auf der Welt sind ebenfalls gesegnet. AUCH im Tod. Denn sie leben ewig beim Vater. Das ist kein Trost und das Loch, das ein Familienvater, ein Kind oder jeder andere Mensch hinterlässt ist nicht zu schließen. Aber wir sind gesegnet. Und geliebt. Und wir dürfen Leben. Die Entscheidung für Jesus ist immer Entscheidung für LEBEN. 

In den letzten Wochen umgibt mich dieser Vers: 

Ich will dich segnen und du sollst ein Segen sein. 1. Mose 12,1

Ich bin gesegnet. Und ich darf ein Segen sein. Für verfolgte Christen. Für meine Nachbarin. Für meine Arbeitskollegin. Für die Oma im Supermarkt. Für ... (beliebigen Namen einsetzen)

Übrigens. Wenn du OpenDoors unterstützen willst, dann schau dich doch mal auf deren Internetseite um. Und übrigens. :) Es gibt nächstes Jahr auch zwei Muskathlons für Open Doors! Einen im Libanon und einen in Sri Lanka! Das ist deine Chance!?
Love, 
Anni

PS: Mia Friesen, du mutige Frau! Ich danke dir, dass du in Nigeria warst, dass du die Menschen dort und die Menschen hier(!) ermutigst. Du bist ein Vorbild. Du bist besonders! Du bist außergewöhnlich! Du bist so geliebt! Du bist nicht besonderer oder außergewöhnlicher oder geliebter als andere, aber du bist gesegnet und wirst zum Segen! Ich danke dir! Danke, dass du zum Vorbild für viele wirst und dass du deine Gaben und Geschenke einsetzt. 






Donnerstag, 13. Oktober 2016

Du kannst die Welt verändern!

Es ist ein grauer Oktobertag. Genau wie ich es mag: neblig, draußen kalt und drinnen warm, Kerzenlicht... ich mag den Herbst. Aber ich weiß, dass viele Menschen das anders sehen als ich und spätestens wenn es regnet sacken die Mundwinkel noch weiter nach unten! (Während ich die Gummistiefel auspacke... ;) ) Wir spüren das fehlende Sonnenlicht und Vitamin D.

Ich weiß ja nicht, wie es bei dir ist!? Aber ich sage dir was: du kannst heute ein bisschen Licht in die Dunkelheit bringen! Du kannst heute einen Hoffnungsschimmer für ein Kind in Armut aufleuchten lassen! 
DU KANNST DIE WELT VERÄNDERN! (Zumindest die Welt eines Kindes!)
Du kannst...
... eine Patenschaft bei Compassion übernehmen!
... dich für den Muskathlon anmelden!
... Handschuhe stricken und verschenken!
... einen Passanten mit Mundwinkeln-im-Keller freundlich anlächeln und einen schönen Tag wünschen!
... eine Kerze ins Fenster stellen!
... wie bringst DU Licht in die Welt?


Love,
Anni

Dienstag, 11. Oktober 2016

Es gibt immer was zu feiern!

Diesen Satz sagte meine Freundin Andrea neulich zu mir, als wir uns zufällig bei Aldi trafen.
Und darum beschloss ich - ganz inspiriert - dass der Abend etwas besonderes werden sollte:


Wir haben zwar darauf angestossen, dass ich eine Arbeitsstelle gefunden habe... aber Andrea hat Recht, finde ich!  
Es gibt IMMER was zu feiern! :)

Bitte, erinnere dich heute daran, wie gut es dir geht. Denke an all die Dinge, mit denen du beschenkt bist und an all deine Lieben, mit denen du gesegnet bist. Und dann freu dich darüber und wenn du magst, dann feiere deinen Segen! 

Und nicht vergessen zu teilen! :)

Love,
Anni


Sonntag, 9. Oktober 2016

#unterwegs

Uns tut es so gut, ab und zu ein Wochenende in der Natur zu verbringen. Meine Wanderlust habe ich erst dank Tobias entdeckt und nun ist das Wandern oder auch Spazieren durch die Natur unser gemeinsames Hobby. Wir wandern nicht nur, wir tauschen uns aus, träumen, reden mit Gott und staunen über seine Schöpfung, vespern, sehen die schönsten Ausblicke über Täler und sanfte Weiden, Hügel, Berge, Gipfelkreuze, haben amüsante Begegnungen mit Kühen und anderen Tieren, ruhen aus... und wir genießen die Zeit miteinander ohne Ablenkung. 
Da wir schon viele schöne Stellen entdeckt haben, zu zweit, zu viert, zu fünft... möchte ich dich teilhaben lassen, denn es muss nicht immer eine weite Flugreise sein, um Erholung zu finden :)



Auch im August waren wir #unterwegs! Und zwar ganz in unserer Nähe!
Den Schwarzwald sehen wir vom Küchenfenster aus und regelmäßig zieht es uns dort hin.
Schon den dritten August haben wir uns irgendwo im Schwarzwald zusammen mit den Eltern von Tobias getroffen, um miteinander unterwegs zu sein.

Meistens machen wir nur Tagestouren, mit den Schwiegereltern waren wir aber das ganze Wochenende unterwegs und haben uns die Triberger Region ausgesucht. Wir waren spät dran mit unserer Buchung, die Wochenenden sind auf den schönen Hütten schon monatelang ausgebucht.
Wir haben aber doch noch eine tolle Pension gefunden, und zwar den Berghof in Gremmelsbach.


Gasthof Berghof, Gremmelsbach, Schloss- und Rappenfelsen
Der Gasthof Berghof ist nett ausgestattet. Schon vor dem Frühstück hüpften wir in den Naturpool, ein guter Start in den Tag. Das Frühstück war vielseitig und gut, es lohnt sich aber früh zu kommen. Alles, was man sich für ein traditionelles (nichtveganes) Frühstück wünscht, bekommt man am Buffet.
Vom Berghof aus haben wir eine kleine Wanderung unternommen und zwar zum Schloss- und Rappenfelsen. Hier hatten wir eine wunderbare Aussicht über das Gutachtal. Der naturbelassene Felsen ist ein majestätischer Aussichtspunkt. Ich hätte den ganzen Tag da oben sitzen können :)





Triberg
Mit dem Auto ist man in wenigen Minuten in Triberg, einem schönen Städtchen, u.a. mit der größten Kuckucksuhr der Welt und Deutschlands höchsten Wasserfällen. Um einen ganzen Tag in Triberg zu verbringen sind meinem Geschmack nach zu viele Touristen unterwegs, aber es ist schön, es mal gesehen zu haben.
In der Konditorei Krachenfels haben wir einen leckeren Zwischenstop gemacht. Die Kugel Eis kostet hier nur 70 Cent und das Eis schmeckte sehr gut, auch sonst bekommt man alles, was man von einer guten Konditorei erwartet.



Reinertonishof, Donauquelle, Günterfelsen
Von Triberg aus fuhren wir mit dem Auto Richtung Schönwald. So fanden wir zufällig den Reinertonishof, einen tollen Ponyhof mit Ferienwohnung, wo wir feine Flammkuchen aßen. Immer der Sonne nach fuhren wir weiter und landeten, wieder zufällig, dank ausgeprägtem Entdeckersinn von Schwiegerpapa und mir, an der Donauquelle. Wir merkten zwar erst am Ende, dass wir dort waren, aber so spektakulär ist die Donauquelle auch nicht :) Der Kolmenhof, der direkt dort liegt, hat uns jedoch großartig bewirtet. Auch hier kann man Zimmer buchen und das Restaurant verfügt über ein Kinderspielzimmer und eine schöne Außenanlage mit Spielplatz.
Wir haben am Kolmenhof geparkt und sind über den beeindruckenden Günterfelsen (leider mitten im Wald und ohne Aussicht) zum Aussichtsturm Brend gelaufen. Hier wurden wir mit wunderschönem Ausblick belohnt und 3/4 von uns entschieden sich für einen Mittagsschlaf auf der sonnigen Wiese, bevor wir die Heimreise antraten.

Die Triberger Region hat uns gut gefallen, nächstes Jahr wollen wir evtl. an eine ähnliche Stelle. Außer wir entdecken bis dahin eine andere Perle des Schwarzwaldes :)

Wollt ihr mehr Unterwegs-Posts? War schon mal jemand im Schwarzwald im Urlaub oder kommt auch von hier?

Love, Anni











Dienstag, 4. Oktober 2016

Steh auf & Komm **Verlosung**

Meine lieben Freundinnen!

Ich habe euch hier von meiner Dornröschen-Revolution berichtet. Und merke, dass ich immer wieder einnicke... gut, wenn wir uns gegenseitig erinnern, aufzustehen und zu Jesus zu laufen. Am besten gemeinsam.

Vielleicht kommt dir jetzt jemand in den Sinn, der eine Ermutigung braucht. Deine Schwester, deine Schulfreundin, deine Nachbarin, die Frau aus der Gemeinde, die immer allein ganz hinten sitzt und mit niemandem spricht, ... ? Ermutige sie und erinnere sie daran, aufzustehen und zu Jesus zu kommen. Nimm sie an die Hand und geh mit ihr. Und beim nächsten Mal, erinnert sie dich dann wieder.

Ich will euch helfen, Ermutigungen und Liebe zu verteilen und darum möchte ich einer von euch ein Bible Art Journaling Postkartenbuch schenken.
Ich habe auf Instagram berichtet, dass ich bei einem Wettbewerb mitmache und mein Bibleartjournaling zu Hoheslied 2,10 einschicke. Im Post zur Dornröschen-Revolution habe ich es euch auch gezeigt. Nun ja. Es ist drin, im Postkartenbuch!! Wow, ich hab mich so gefreut. Und ich habe 3 Exemplare erhalten. Und eins möchte ich an euch weitergeben :)

Unter allen Kommentaren, die bis zum 20.10.2016 hier geschrieben werden, lose ich aus :) 
Schreibt mir doch gerne, wen ihr ermutigen wollt.
Oder schreibt mir, was ihr gerne in Zukunft hier lesen wollt.

Love,
Anni

Sonntag, 11. September 2016

Wertvoll.

Ich wandere, irgendwo im Appenzeller Land. Meine Waden sind mit brauner Pampe bespritzt, wahrscheinlich eine Mischung aus Schlamm und Kuhfladen. Eine Dusche erwartet mich frühestens morgen Abend. Ich höre nichts außer dem beständigen Glockengeläut der Kühe und Ziegen auf den Weiden um mich herum und den Schritten und dem Atmen der Frauen vor und hinter mir und von mir selbst.
In meiner Hand liegt fest umschlossen ein Stein. Ich trage ihn, aber nur ein Stück des Weges. Er ist rau und kantig, aber ich drücke ihn fest in die Handfläche. Ich laufe, hüpfe über Matschpfützen, klettere über Weidezäune und die Gedanken sind bei meinem besten Freund, meinem Retter, bei meinem Jesus. Zu ihm bringe ich meinen Stein. Meinen hässlichen, kalten, kantigen Stein. Er gehört nicht in mein Leben. Natürlich hat er eine Bedeutung für mich.
Das letzte Stück ist steil. Wir klettern fast schon, es geht
eine Wiese hinauf. Bis zum Gipfelkreuz. Dort lege ich meinen Stein ab. Bleibe ein Weilchen sitzen und schaue mich um. Ich spüre, wie ich leichter werde. Ich lasse meine Last hier. Auf dem Gipfel. Am Kreuz. Bei Jesus.
Quelle: https://www.facebook.com/arise.schweiz/
Mein Jesus, du gibst mir wert. Ich bin wertvoll. Schreib mir diese Gewissheit in mein Herz, ich will sie mit nach Hause nehmen. Nicht nur hier, auf einem Berg im Appenzeller Land, umgeben von knapp 100 Frauen, spüren. Ich will diese Wahrheit leben. Ich. Bin. Wertvoll. Danke.

Love,
Anni

Samstag, 10. September 2016

10/10 [September]

Heute möchte ich euch Mercy Ships vorstellen und 10€ an diese geniale Hilfsorganisation spenden.


Ich habe Mercy Ships durch Sevenly kennen gelernt, wo ich schon das ein oder andere einige T-Shirts erworben habe. (hüstel) 

Seit 1978 bringt Mercy Ships dringend benötigte medizinische Hilfe und langfristige Entwicklungszusammenarbeit in die ärmsten Länder der Erde. Mercy Ships verfügt über das weltweit größte private Hospitalschiff, die Africa Mercy, mit einer ständigen Besatzung von über 400 ehrenamtlichen Mitarbeitern aus nahezu 40 Nationen.
Mehr als 81.000 Operationen und 377.000 zahnmedizinische Behandlungen wurden bisher bereits durchgeführt. Die Zahl verwirklichter Entwicklungsprojekte mit dem Ziel zur Selbsthilfe bewegt sich inzwischen im vierstelligen Bereich. Insgesamt wurden 561 Häfen in 70 Ländern besucht.
Mercy Ships folgt dem 2.000 Jahre alten Beispiel Jesu Christi, Menschen Heilung und Hoffnung zu bringen, die durch extreme Armut und Krankheiten zu Ausgestoßenen ihrer Gesellschaft geworden sind. (Quelle: mercyships.de)
Seht euch doch mal auf Sevenly um und wenn ihr wollt, dann spendet mit mir 10€ für Mercy Ships :)

Love,
Anni

Dienstag, 16. August 2016

Rückblick & Ausblick zum Muskathlon

Voll Freude darf ich euch mitteilen, dass wir fest planen nächstes Jahr am Muskathlon in Indonesien teilzunehmen. Wie cool ist das bitte? Ich war noch nie in Asien und bin super aufgeregt :)

Nächstes Jahr gibt es zwei deutsche Muskathlons mit Compassion, im Mai in Ruanda und im Oktober in Indonesien. Wenn du dich entschließt mitzukommen, wirst du von mir freudig begrüßt werden, denn mein Mann und ich sind im Project Office Team. Bis jetzt sind noch keine Anmeldungen eingegangen, du könntest der 1. deutsche Teilnehmer für Indonesien sein :)
Bei unserer Mitarbeit haben wir das Gefühl, am richtigen Ort zu sein. In Uganda haben wir uns dazu entschieden, unsere Bereichsleitung im Kindergottesdienst abzugeben, da unser Herz für Gerechtigkeit und für die Kinder der Welt schlägt. Vor wenigen Wochen kam dann die Anfrage und für uns war klar, dass Gott uns vom KiGo freigestellt hat, um hier mitzuarbeiten. Ich habe echt Respekt vor der Aufgabe, hauptsächlich Kommunikation und ein bisschen Planung, darum habe ich im Gebet Gott gefragt, ob ich mir das überhaupt zutrauen kann.
Und es war mir, als flüsterte er mir ins Herz: "Die Frage ist nicht, ob du die Aufgabe übernehmen willst oder nicht, sondern ob du mir vertraust. Du musst mir nur vertrauen."
Also sind wir dabei! Und wir sind so gespannt auf die Aufgaben, die vor uns liegen.

Genau so dankbar sind wir für den Muskathlon, der hinter uns liegt. Und endlich habe ich es geschafft, ein Video hochzuladen, das nicht von Youtube gesperrt wird. Dafür ist die Musik....sagen wir mal, die Originalversion gefiel mir besser ;)

Viel Spaß beim Anschauen :)

Love,
Anni

Mittwoch, 10. August 2016

10/10 [August]

Heute ist der Geburtstag meiner jüngeren Schwester Marina.
Ich investiere diesen Monat in ihr Geburtstagsgeschenk.


Und ich möchte dich auch ermutigen, diesen Monat in einen Menschen in deinem Umfeld zu investieren. Mit Zeit. Vielleicht auch mit Geld. Mit Geschenken... egal! Lass dir was einfallen :) Verschenke deine Liebe, zum Lob Gottes :)

Love,
Anni

Mittwoch, 20. Juli 2016

Uganda: Packliste und Reisetipps

Bei diesen ugandischen Temperaturen schwelge ich in Uganda Erinnerungen und dachte es ist an der Zeit, euch an meiner Packliste teilhaben zu lassen.

Denn Uganda ist ein super Reiseland. In das nur sehr wenige reisen. Ich verstehe nicht wieso:

geniales Klima, wunderschöne und sehr abwechslungsreiche Landschaft, tolle und große Nationalparks und freundliche Einwohner. Außerdem gibt es super Guesthouses!

Uganda liegt in Ostafrika, der Äquator führt durch Uganda und das Klima ist daher feucht und heiß. Wir waren auch im Südwesten Ugandas, dort ist es ziemlich hoch gelegen und wird durchaus kühl am Abend und auch morgens war es noch recht frisch.
Ich war erstmal ziemlich ratlos und deshalb habe ich im Vorfeld sehr viel recherchiert, bzgl. der Temperatur und Erfahrungen von anderen Reisenden nach Uganda. Ich bin auch fündig geworden, hauptsächlich auf englischen Blogs.
Da wir mit dem Rucksack unterwegs waren mussten wir sehr sparsam packen für die drei Wochen Reise.  Natürlich hatten wir immer noch zu viel dabei, das ist bei uns irgendwie immer so. Meine Erfahrungen will ich mit euch teilen.

Wir waren nach der Regenzeit in Uganda und waren hauptsächlich in Jinja (am Nil), Kampala (die Hauptstadt am Lake Victoria), Kisoro und Kabale am Lake Bunyonyi (beides ruandische Grenze, 
hoch gelegen). Dort waren wir hauptsächlich in der Stadt, in den Dörfern und in Kinderhilfswerken unterwegs. 
Wir haben KEIN Gorilla Trekking gemacht. Dafür und wenn man die sehr hohen Berge Ugandas, Ruandas, Tansanias... besteigt, oder irgendwas anderes spezielles plant, muss man natürlich auch darauf eingestellt sein :) 

Im Vorfeld noch drei Tipps:

Wir waren 3 Wochen unterwegs, hatten aber nicht Unterwäsche und T-Shirts für drei Wochen dabei. Stattdessen haben wir zwei kleine Reisetuben Waschgel mitgenommen (Rei in der Tube), damit haben wir unsere Wäsche immer wieder zwischendurch gewaschen. Das ist in Uganda echt gar kein Problem, in jeder Unterkunft hatten wir eine Waschschüssel zur Verfügung und an der Sonne trocknet alles innerhalb von einem halben Tag.

Außerdem haben wir unsere Kleidung gerollt, statt zusammengelegt. So spart man eine Menge Platz, vor allem wenn man mehrere T-Shirts übereinander legt und dann zusammenrollt. Sonderlich praktisch ist es nicht, da man dann immer alle T-Shirts auseinanderrollen muss, um an eins dran zu kommen. Man kann die Kleidungsstücke natürlich auch einzeln rollen.

Drittens: Wir haben uns kleine Stoff-Organizer besorgt, wie z.B. auch den Kulturbeutel für die Toilettenartikel. Hier haben wir jeweils alle T-Shirts, alle Hosen oder die Ladekabel der Technikgeräte verstaut und hatten alles griffbereit, ohne dass es im Rucksack ein Durcheinander gibt.

Bei den zwei Bildern seht ihr meine komplette Kleidung, auf dem oberen Bild bereits zusammengerollt, auf dem unteren ausgebreitet, dass man alles sieht. Ich schreibe euch auf, was ich beim nächsten Mal mitnehmen würde und dahinter in Klammern, was ich tatsächlich dabei hatte. 

Also, hier kommt sie, meine ultimative Packliste für Uganda :)



Unterwäsche
  • Höschen für 5-7 Tage je nach dem wie oft ihr waschen könnt und wollt
  • 1 Paar Sportsocke (ich hatte 2 Paar, hatte insgesamt nur 1x Socken gebraucht)
  • 1 Paar Wollsocken hab ich auf JEDER Reise dabei, egal wohin. Selbst wenn ich sie nur im Flugzeug brauche. Kalte Füße gehen gar nicht :D
  • 1 Paar Wandersocken für den Muskathlon
  • 1 BH zum Wechseln und einen Sport BH 
Kleidung
  • 1 lange Hose (ich hatte 2, da ich eine beim Muskathlon anhatte, selbst die eine hätte mir gereicht)
  • 1 Rock mindestens Knielänge
  • 2 Kleider mindestens Knielänge, keine Spaghettiträger, kein tiefer Ausschnitt
  • 1 Leggings (ich hatte 2) für unter den Rock/ das Kleid super
  • 2 Radlerhosen (kurze Leggings) mein super Geheimtipp, würde ich jederzeit wieder so machen: ich hatte immer unter dem Rock/Kleid eine Radler: niemand kann unter deinen Rock schauen PLUS die Oberschenkel reiben bei der feuchten Hitze nicht aneinander und es ist nicht viel wärmer als ohne sie.)
  • 1-2 Sport-T-Shirts trocknen super schnell, gut wenn man viel schwitzt
  • 2-3 weitere T-Shirts (so dass es inges. 3-5 sind, je nachdem wie viel Platz man hat und wie oft man waschen kann)
  • 0-2 Tops (ich hatte 3 Stück dabei, hatte aber nur einmal das hellblaue, schicke an. Eigentlich sollten die Schultern bedeckt sein, kulturell aber auch wegen der Sonne)
  • Schlafanzug (ich hatte ein extra Shirt, das war aber viel zu warm. hab mit Top geschlafen und einer Boxershorts oder Unterwäsche)
  • eine langärmlige, atmungsaktive Bluse die war suuuuper als Sonnenschutz, sonst brauchte ich sie nicht, hätte aber auch Mückenstiche verhindert
  • 1 Langarmshirt (ich hatte 2, eins hätte gereicht)

Outdoor
  • Fleecejacke und Softshelljacke habe ich nie angehabt
  • 1 Strickjacke für die kühlen Abende
  • 1 Schaltuch ersetzt im Notfall auch mal eine Jacke
  • 1 Baff ist immer praktisch, als Stirnband, leichte Mütze, Sonnenschutz...
  • evtl. Regenjacke je nach Jahreszeit
Schuhe
  • FLIPFLOPS eigentlich braucht man nur Flipflops :D
  • je nach Unternehmung: Wanderschuhe (unbedingt wenn du zu den Berggorillas willst)
  • leichte Stoffschuhe oder Trekkingsandalen für mehr Halt als in Flipflops
  • ich hatte noch Turnschuhe dabei, hatte ich 1x an. Aber 1 Paar geschlossene Schuhe ist schon sinnvoll

Toilettenartikel
  • 1 Waschlappen (2)
  • 1 normales Handtuch (für die Haare und zwischendurch)
  • 1 Duschhandtuch beide Handtücher sind schnelltrocknende Reisehandtücher
  • ein paar Erfrischungstücher oder einzeln verpackte Feuchttücher für die wasserlose Katzenwäsche unterwegs, im Bus, etc.
  • SONNENCREME! Ehrlich, am Äquator brutzelst du!
  • Bepanthen (/ Feuchtigkeitscreme) ist besser als jede Aftersuncreme die ich kenne
  • der Rest sollte klar sein ;) was man halt so braucht
(Seife bekommt ihr in jeder Unterkunft, Duschgel muss man also nicht in Massen mitnehmen)

Sonstiges
  • MÜCKENSPRAY! (zB NoBite, hat bei uns wirklich super gewirkt!)
  • Schlafsackinlay aus Baumwolle toll in weniger sauberen Unterkünften und reicht auch sonst als Decke
  • Kissenbezug wir haben einen, der milbendicht ist geschenkt bekommen von unserem Outdoorladen
  • Sonnenhut & Sonnenbrille
  • Reiseapotheke (Wundspray! Pflaster, steriles Material,...)
  • Kamera mit Ladekabel, Ersatzspeicherkarte, Ersatzakku
  • Handy mit Ladekabel etc. Handykarte und Internet ist sehr billig und überall erhältlich, superschnelles 4G Internet fast überall, wlan in den meisten Unterkünften vorhanden
  • Adapter für die Steckdose (britisch) 
  • Powerbank zum Laden zwischendurch
  • Stirnlampe nachts ist es wirklich stockfinster, Straßenlaternen gibt es nur in großen Städten (und damit meine ich die Hauptstadt)
  • Notizbuch, Schreibsachen, Bibel
  • Seifenblasen damit machst du viele Kinder überglücklich, nicht nur eins, das ein kleines Geschenk bekommt und Streit auslösen wird
  • Fotos von Zuhause kannst du den Kindern/Familien zeigen, beschränk dich aber etwas und zeig nicht deinen ganzen Luxus. Zeig ruhig auch Bilder von allgemein Deutschland, die Natur, deine Stadt, Kirchen etc. oder Familienfotos (sind heiß geliebt in Uganda)
  • Dollar (Scheine nur ab 2010) kann man leichter tauschen als Euro



Ich fühle mich, als hätte ich tatsächlich gepackt. Kennst du das: "Irgendwas hab ich bestimmt vergessen" Wird dann evtl. noch ergänzt ;)

Viel Spaß bei deiner Reise nach Uganda, Ostafrika oder sonstwo am Äquator :)
Ich schätze, wenn ich nächstes Jahr nach Indonesien fliegen sollte, um beim nächsten Muskathlon teilzunehmen, werde ich ganz ähnlich packen. Natürlich freue ich mich auch über deine Tipps!
Und wenn du auf der Reise bist oder warst, freue ich mich über ein Foto :)

Love,
Anni